
„Die Peene brennt"
Durch Anklam fließt die Peene als breiter gemächlicher Fluß. Doch einmal im Jahr - in den ersten Septembertagen - geht es zumindest an deren Ufer rasant zu. Das Theater gibt - unterstützt von zahlreichen Laien aus Anklam, dem Knabenchor, dem Fritz-Reuter-Ensemble und dem Karnevalsklub - „Die Peene brennt". Auch dieses Spektakel hat einen historischen Hintergrund. Die Hansestadt war über 90 Jahre eine geteilte Stadt - Schweden, Brandenburger und Preußen hatten hier bis 1815 abwechselnd das Sagen. Die Peene war der Grenzfluß, der die Stadt und auch das Land teilte. Nördlich der Peene herrschten die Schweden, südlich die Brandenburger bzw. die Preußen.
Diesen Umstand nimmt das Theater zum Anlass zahlreich Geschichten aus jener Zeit zu erzählen. Und was für Geschichten - da waren die Chinesen in Anklam, und sogar die Indianer. Wichtige Erfindungen der Neuzeit wurden angeblich in Anklam getätigt. Es wird also mit viel Vergnügen auf beiden Augen gezwinkert. Dazu wird modern getanzt und gesungen, und Schweden und Brandenburger liefern sich eine furiose Kanonenschlacht über die Peene.
In diesem Jahr ist der Anklamer Münzschatz in Gefahr von Dieben noch einmal gestohlen zu werden.
Zum ersten Mal gab es „Die Peene brennt" 2002, und es war von der ersten Vorstellung an ein Publikumsrenner. Die Karten für dieses Spektakel, das nur acht Mal gezeigt wird, sind meist nach wenigen Tagen ausverkauft. Premiere ist am 4. September, 20 Uhr im Anklamer Hafen. Gespielt wird bis zum 12. September. Karten unter 03971 2089 25.