
Und da war schon einiges von der Kreativität der Designer zu sehen. So fertigten manche die Pakete selber mit Nieten, Schleifen, Bändern, andere legten Stoffproben mit hinein, Zeichnungen, Fotos und ein Lookbook. In diesen „Heftchen" sind alle Einzelteile der Kollektion abgebildet. Das größte Paket war ein 60 cm langer und 40 cm breiter Holzkoffer, in dem alles verstaut war. Es gab aber auch die ganz nüchterne online-Bewerbung mit der elektronischen Übermittlung aller Dokumente.
Am Sonntag (12.12.10) entscheidet nun die Jury, welche Designer nominiert werden und ihre Kollektionen bei den Galas im nächsten Jahr zeigen dürfen.
Die Juroren lassen sich dabei kaum von der äußeren Form der Bewerbung beeindrucken. Sie bewerten die künstlerische Handschrift des Designers, die ungewöhnliche Schnittverarbeitung oder Materialverwendung, die originelle Idee und die stilistische Gesamtauffassung. Dabei stehen nicht unmittelbar die Trends der kommenden Saison im Vordergrund, sondern das kreative Potenzial eines Modedesigners.
Den Vorsitz der Jury hat erneut ESCADA-Gründer Wolfgang Ley, ihm zur Seite stehen Mode-Experten aus Kopenhagen, Paris, Riga, London und Deutschland.