
Die Ziegenhirtin.
Dieser zu Unrecht in Vergessenheit geratene Künstler lebte und arbeitete fast 40 Jahre im Fischerdorf Zempin zwischen Achterwasser und Ostsee. Nach langjährigen Studien, die ihn um die Jahrhundertwende an die Akademien in Düsseldorf und Weimar aber auch nach Paris und Rom führten, kam er im Verlauf eines bewegten Lebens 1921 nach Zempin/Usedom, wo er ein Haus erwarb. Er studierte das Leben der Fischer, beschäftigte sich aber auch intensiv mit der Historie seiner neuen Heimat. Seine große Vielseitigkeit regte ihn auch zu zahlreichen Darstellungen der Tier- und Pflanzenwelt an. Neben Gemälden, Aquarellen, Zeichnungen und Linolschnitten entstanden auch zahlreiche Gedichte, von denen ein Teil im 1936 erschienenen Gedichtband „Singschwan über Usedom" nachzulesen sind.
Die Personalausstellung des Künstlers im Koserower Kunstsalon überrascht nun gleich in mehrfacher Hinsicht. Neben ca. 50 Arbeiten, die von der Bleistiftskizze über die beliebten aquarellierten Federzeichnungen bis hin zu wichtigen Ölgemälden reichen und die mit wenigen Ausnahmen auch zum Verkauf angeboten werden, erscheint erstmals eine Monografie zu Leben und Werk Hugo Scheeles.
Die Ausstellung ist bis zum 2. Januar Mittwoch bis Freitag 10 bis 16 Uhr sowie samstags 10 bis 14 Uhr zu sehen. Der Koserower Kunstsalon befindet sich in der Karlsstraße 3 von Koserow.