
Die Insel Ruden vor Usedom.
Foto: Wikipedia
Mit Unterstützung
der Gemeinnützigen Regionalgesellschaft Usedom-Peene mbH wurde diese Ausstellung vom Historisch Technischen Museum Peenemünde konzipiert und erstellt. Die Ausstellung wurde gefördert durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg- Vorpommern.
Thematisiert wird hier das langjährige Lotsenwesen und auch die militärische Nutzung der Inseln durch die Peenemünder Versuchsanstalten. Diese dienten zwischen 1936 und 1945 der Entwicklung und Erprobung von Flugkörpern mit neuer Technologie wie zum Beispiel der Flugbombe Fi103 („V1") und der Rakete Aggregat 4 („V2"). Die Forschung diente einzig der militärischen Überlegenheit durch Hochtechnologie. Bei der Errichtung der Peenemünder Versuchsanstalten, der Produktion der sogenannten „Vergeltungswaffen" und beim Beschuss belgischer, englischer und französischer Städte verloren tausende Menschen ihr Leben. Die Ambivalenz der Nutzung modernster Technologie wird in Peenemünde deutlich wie an kaum einem anderen Ort.
Die neue Ausstellung auf dem Ruden wurde in einem ehemaligen Messturm der Versuchsanstalten auf mehreren Etagen eingerichtet und besteht aus 28 Schautafeln. Der Turm diente einst der Flugbahnvermessung von Raketen und anderen Flugkörpern mittels Theodoliten. Die Ausstellung stellt die 17. Station der Denkmallandschaft Peenemünde dar, einem vom Museum in Peenemünde ausgehenden und ausgeschilderten Rundweg zu authentischen Orten auf dem etwa 25 km² großen Areal der ehemaligen Versuchsanstalten.
Die Insel Ruden ist Teil der DBU Naturerbefläche Peenemünde, eine von insgesamt 33 Flächen in Deutschland, die die DBU Naturerbe GmbH, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), übernehmen und langfristig für den Naturschutz sichern wird.
Interessenten kommen mit einem Schiff der Apollo-Reederei auf die Insel Ruden.