
Obszöne Fabeln sind auf der Zinnowitzer Bühne zu sehen.
Foto: VPL
Zwei Spielleute kommen hereingetanzt und erzählen auf der Bühne ungeheure Begebenheiten mit verteilten Rollen. Es geht um eine schön Frau, eine verkuppelnde Mutter, einen gerissene Priester, einen tumb-lieben Schäfer und vor allem ein „Flattermäuschen". Dario Fo brachte die beiden aus dem Mittelalter stammenden Fabeln - im zweiten Teil gibt es „Lucius und der Esel" - in eine spielbare Fassung und wollte damit die Tradition der Spielleute wieder beleben, die mit ihren Possen anderen die Augen öffneten. 1982 stellte er sich der spätere Nobelpreisträger selbst auf die Bühne und spielte einfach los und das mit Erfolg. Viele Solisten taten es ihm nach. In der Anklamer Inszenierung sind die Fabeln für zwei Schauspieler eingerichtet und damit wird dem dem Ganzen eine zusätzliche Charme-Dimension verliehen. Im zweiten Teil geht es um Lucius, der es Zeus gleichtun will, der bekanntlich, um die Frauen zu erobern, sich in allerlei Tiere verwandelte. Auch Lucius versucht es und wird dabei eben zum Esel.