
Foto: Landestourismusverband
Damit verfügt das Land jetzt über acht Naturparke.Obwohl die Koalitionsvereinbarung der Landesregierung prinzipiell keine weitere Ausweisung von Schutzgebieten vorgesehen hat, fand dieser Naturpark eine breite Zustimmung. Als Sitz der geplanten Naturparkstation wurde im Rahmen eines breiten Auswahlverfahrens die Gemeinde Stolpe ermittelt. Das Peenetal ist das größte zusammenhängende Niedermoorgebiet Mitteleuropas. Es ist durch eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt gekennzeichnet und gilt als Rückzugsgebiet für zahlreiche bedrohte Arten. Beispielsweise leben insgesamt 156 Vogelarten im Peenetal. Dies entspricht 80 Prozent aller in Mecklenburg-Vorpommern vorkommenden Vogelarten. Darunter sind 26 europaweit geschützte und gefährdete Arten. Auch der Fischreichtum ist mit 37 Arten sehr hoch. Vermutlich ist die Peene das fischartenreichste Flusssystem in Mecklenburg-Vorpommern.Von allen nordostdeutschen Flusstälern weist das Flusstal der Peene ein besonders hohes Alter sowie den größten Ursprünglichkeitsgrad auf.1992 wurde das Peenetal Gegenstand des bisher größten Naturschutzprojekts Deutschlands. In Rahmen dieses vom Bund geförderten Projektes von gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung wurden rund 28,5 Mio. Euro in die Renaturierung des etwa 40.000 ha umfassenden Gebietes investiert. Durch den zur Umsetzung des Projektes gegründeten Zweckverband Peenetal-Landschaft wurden davon zahlreiche Flächen für den Naturschutz erworben. Im Naturpark werden sechs Personen beschäftigt, darunter zwei Mitarbeiter des höheren bzw. gehobenen Dienstes und vier Naturparkwächter.